Freitag, 17. Juni 2016

HermannsECK: Cordon bleue Festival

Mimicious war hungrig in Winterthur unterwegs. Die Lust auf Fleisch trieb sie ins Restaurant HermannsECK in der Nähe der Bushaltestelle Pflanzschulstrasse. Die gelbe Fassade des Lokals ist schon von Weitem sichtbar. Die Inneneinrichtung erinnert an ein Restaurant in einem Skigebiet oder an eine Quartierbeiz. An manchen Tischen wurde sogar gejasst. Hier ist definitiv die Zeit stehen geblieben. Die Auswahl im HermansECK ist riesig: 16 Cordon bleue, 28 Pizzen aus dem Holzofen und viele Gericht aus "Grosis Chuchi". Gemäss Karte ist alles hausgemacht und saisonal. Mimicious entschied sich für Graubünden Cordon bleue mit Rohschinken, Oliven und Feta und Dinkelspätzli als Beilage. Was Oliven und Feta mit Graubünden zu tun haben, blieb ein Rätsel. Griechisches Cordon bleue wäre wohl die passendere Bezeichnung. Nach einer kurzen Wartezeit wurde serviert. Die Portion war üppig. Die Kombi Rohschinken, Oliven, Feta schmeckte. Leider war der Feta so dominant, dass der Geschmack des Rohschinkens völlig unterging.

Fazit:
Das HermannsECK ist eine Quartierbeiz und ist ideal, um mit den Grosseltern essen zu gehen oder für Cordon bleue-Fans. Wer bei einem Date seine Begleitung beeindrucken will, wählt besser ein anderes Restaurant aus. Das Essen schmeckt, aber ist kein kulinarischer Höhenflug.

Preiskategorie: $$-$$$

Not worth a visit.

Samstag, 13. Februar 2016

blindekuh: Essen im Dunkeln

Mimicious stattete dem blindkuh in der Nähe der Höschgasse im Zürcher Seefeld einen Besuch ab. Sie hatte schon viel von diesem Restaurant gehört und nun war es an der Zeit dieses Abenteuer selbst zu wagen: Essen ohne etwas zu sehen. Im Eingangsbereich werden alle Jacken und Taschen deponiert (Schliessfächer vorhanden). Nicht das im Dunkeln noch etwas verloren geht. Auch das Essen wird hier ausgewählt. Das aktuelle Angebot wird an die Wand gebeamt. Besonders Abenteuerlustige wählen das Menu-Surprise mit 3- oder 4- unbekannten Gängen wie Mimicious. In der blindenkuh arbeiten vor allem Blinde und sehbehinderte Personen. Die Gäste erleben hier, wie Blinde die Welt "sehen". Mimicious und ihre Freunde wurden von einem Kellner ins unbekannte Schwarz an den Tisch geführt. Jeder einzelnen Person wurde der Stuhl "gezeigt" und erklärt, was alles auf dem Tisch steht. Mimicious tastete sogleich die Tischfläche vor ihr ab, um sich zu orientieren. Zum Trinken bestellte sie sich eine Cola zero. An das Einschenken ohne zu sehen hatte sie dabei natürlich nicht gedacht. Zur Vorspeise gab es eine Suppe, doch was genau für eine, erschloss sich Mimicious nicht. Anschliessend wurde der Hauptgang serviert. Als erstes erkundigte sie ihren Teller mit der Gabel. Als dies keinen Aufschluss darüber gab, was vor ihr lag, tastete sie den Inhalt mit den Fingern ab. Die Dunkelheit hat durchaus Vorteile: niemand sieht, wie man isst. Alles ist erlaubt. Es gab Kartoffel-Gratin mit Lamm-Ribs und einem Gemüsemousse (Mimicious Geschmacksknospen versagten hier). Da das Essen mit Messer und Gabel schwer bis unmöglich war, wählte Mimicious die Variante Gabel und Finger. Zum Nachtisch gab es dann Crème brûlée mit Apfelstückchen, wie sie einwandfrei erkannte. Bezahlt wird übrigens an der Kasse im Eingangsbereich bei voller Helligkeit.

Fazit:
Essen im Dunkeln ist ein eindrückliches Erlebnis! Die Gerichte schmeckte gut, aber rechtfertigten den hohen Preis nicht: Vorspeise ab 15 CHF, vegetarischer Hauptgang 30 CHF oder 3-Gänge-Menu 72 CHF. Ein Besuch in der blindenkuh lohnt sich, wenn man einmal erleben möchte, wie es ist in völliger Dunkelheit zu essen. Wer gehobenes Essen sucht, geht zum gleichen Preis besser ins Kreis 6. Vorgängiges Reservieren nötig.

Preiskategorie: $$$$

Worth a visit for new experiences!

Mittwoch, 27. Januar 2016

Spiga: fast pizza, fast pasta

Mimicious war wieder auf geheimer Mission in Zürichs Restaurants unterwegs. Dieses Mal testete sie das Ristorante Spiga in der Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs. Blick von aussen durch die Fenster: sieht aus wie ein hippes Restaurant. Holztische, unterschiedliche Stühle, weisse Tischlampe. Also nichts wie rein. Im Spiga wird nicht bedient und so studierte Mimicious an der Theke die Karte. Zur Auswahl stehen verschiedene Salate, Pastagerichte und Pizzen, zudem gibt es auch noch Daily Specials. Mimicious wählte die Pizza Parma (Tomaten, Mozzarella, Parmaschinken DOP, Büffelmozzarella DOP und Rucola) dazu eine Cola Zero. Nach der Bestellung erhielt Mimicious einen Pager. Dieser vibriert, sobald das Essen fertig ist. Denn im Spiga wird jedes Gericht frisch für den Gast zubereitet. Nun ist auch dieser Trend von den USA in der Schweiz geschwappt. Nur dort wird über den Pager vor allem informiert, wann der Platz im Restaurant frei ist. Mit dem Pager und der Cola-Flasche ausgerüstet, suchte sich Mimicious einen freien Platz. In der Mitte des Tisches standen Salz und Pfeffer sowie Besteck, Gläser und Servietten. Die weisse Tischlampe funktioniert nicht mehr und machte allgemein einen eher unstabilen, billigen Eindruck. Auch wenn die Einrichtung versucht auf Hip zu machen, kann sie nicht über die Schnellrestaurant-Atmosphäre hinwegtäuschen. Während dem Warten auf die Pizza beobachtete Mimicious die vorbeischlenderten Passanten. Schon nach kurzer Zeit vibrierte der Pager und die Pizza war abholbereit. Die Pizza war gut, leider war sie schon nach kurzer Zeit kalt. Nach dem Essen packte Mimicious rasch ihre Siebensachen zusammen, denn irgendwie lud das Lokal nicht zum längeren Verweilen ein. 

Fazit: 
Wer in der Nähe am Hauptbahnhof Zürich eine schnelle Pizza oder Pasta sucht, beides gibt es übrigens zum Mitnehmen, der ist im Ristorante Spiga richtig. Wer ein gemütliches Lokal sucht, das zum Verweilen einlädt, geht besser an einen anderen Ort.

 Not worth a visit. 

 Preiskategorie: $$